Theorie

Web 2.0

Das World-Wide-Web entwickelt sich mit dem Effekt, für die Nutzer immer leichter zugänglich zu werden. Technische Hürden werden herabgesetzt, inhaltlich gibt es in jeder erdenklichen Branche für jeden Interessenten zahlreiche Informationen, und das Nutzungsverhalten wird zunehmend aktiver. Vorbei ist das Zeitalter des „sich-berieseln-lassens“, im Web 2.0 werden Konsumenten zu Produzenten.

 Chancen für die Schule und Ausbildung

Die neuen Medien sind nicht wirklich „neu“, für die meisten der Schülerinnen und Schüler bzw. LiV  sind sie schon immer da gewesen, wie für einen älteren vielleicht ein Telefon, eine Waschmaschine oder ein Auto. Sie gehören dazu, sind fest in ihre Lebenswelten integriert und werden aktiv genutzt.

Bindet die Schule und die Lehrerbildung neue, elektronische Medien in den Unterricht bzw. in die Module ein, kann dies die  Lernmotivation der Schülerinnern und Schüler bzw. der LiV erleichtern und steigern. Inhaltlich sind der Medienproduktion nahezu keine Grenzen gesetzt. Hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung benötigen die Schülerinnen und Schüler  bzw. LiV aber Konzepte, Themen und schlussendlich auch das Handwerkszeug, diese aufzubereiten.

 Mehrwert der Neuen Medien im Unterricht und in der Ausbildung

Neben der gesteigerten Motivation durch die Mediennutzung und -produktion ist auch der Zugang zu Themen vereinfacht. Tabuisierte Themengebiete (Drogen, Sexualität, Gewalt u.a.) können medial oft leichter besprochen werden, als vis-à-vis. Das Lernen wird verstärkt, wenn Schülerinnen und Schüler bzw. LiV Inhalte selbst medial aufbereiten, es durch das Medium anderen erklären.

Begriffe wie Blog, Pod- und Vodcast sind immer im Gespräch, wenn es um das „Mitmach-Netz“ geht. Warum nicht einen Blog mit selbst produzierten Text-, Audio- und Videobeiträgen zum Thema „Einsatzfelder der Prozentrechnung“, „Mein Praktikumsbericht“ oder „Die Entwicklung unserer Stadt“ erstellen? Auch fachübergreifend  ist eine solche Produktion denkbar.

Qualifikation der LehrerInnen

Damit Schulunterricht dem Kommunikations- und Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler gerecht werden kann,  bedarf es einer grundlegenden Qualifizierung der Lehrkräfte. Das Web 2.0 kann als Methode und Möglichkeit des medialen Lernens den Fachunterricht unterstützen, die SchülerInnen zum Lernen motivieren und über den Lerninhalt hinaus bilden.

Mit freundlichen Grüßen Joachim Eisenträger – Projektmitarbeiter „Mefobi@n“

WebQuest, was ist das?

Vorbemerkung
Das Lernen in und mit dem Internet bietet dem Nutzer Materialien in scheinbar unbegrenzter Vielfalt. Texte und sonstige Materialien lassen sich mit wenigen Mausklicks abrufen und können sehr komfortabel genutzt werden. Andererseits stellt sich gerade für ungeübte Nutzer das Problem, wirklich passende Information zu finden, die Zuverlässigkeit der Information zu prüfen und diese dann angemessen zu verwenden. Beim „Googeln“ von Informationen wird neben den oft fragwürdigen Inhalten auch keine Kompetenz im Umgang mit den Neuen Medien geübt, sondern eher die Frustrationstoleranz der Schülerinnen und Schüler geprüft.
Genau hier setzt die Methode des WebQuest an: Im WebQuest werden die Schüler und Schülerinnen direkt auf vorausgewählte Seiten „verlinkt“.

WebQuest – Methode
Die von Bernie Dodge und Tom March entwickelte WebQuest – Methode war für Erwachsene bestimmt und sollte die Informationen aus dem Internet für erwachsene Lerner nutzbar machen. Aufgabe der Lernenden ist dabei, die Information der vorgegebenen Seiten so zu nutzen, dass diese in einer Präsentation wieder an die Klasse weitergegeben werden kann. Die Schüler und Schülerinnen werden also vom Lehrenden auf ausgewählte Seiten geführt und haben die Aufgabe, die dort die entsprechenden Inhalte entnehmen und für eine Präsentation aufzubereiten. Dabei soll das nun das WebQuest so gestaltet sein, dass es sich um ein projektorientiertes Unterrichtsszenario handelt, das Quellen aus dem Internet und „offline“-Quellen nutzt.

WebQuests für Grundschüler
Die PrimarWebQuests – Methode wurde im Rahmen des Projektes „Lehramt“ am Institut für Didaktik der Mathematik der Universität Frankfurt aus der WebQuest – Methode entwickelt. Einige Aspekte der klassischen WebQuest – Methode sind dabei so verändert, dass der Einsatz in der Grundschule ermöglicht wird.

WebInstruct, was ist das?

Beim WebInstruct ist der Grad der Offenheit im Gegensatz zum WebQuest eingeschränkter. Genauere Ausführungen finden sich in der hier.

zum Downloaden und Weiterlesen:

Gibt es eine Symbiose aus WebInstruct und WebQuest? – WebIQ ist die Lösung!

Erste Überlegungen laufen diesbezüglich schon… aber in dieser Methode vereinen sich „Instuct“ und „Quest“…

 

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